Wenn das Einführen eines Tampons oder Geschlechtsverkehr schmerzhaft oder nicht möglich ist
Vaginismus ist der Fachbegriff für einen Scheidenkrampf, der ähnlich wie andere Krämpfe meist plötzlich und genauer am Scheideneingang durch die Beckenbodenmuskulatur mit unangenehmen Folgen auftritt. Vaginismus kann dazu führen, dass das Einführen eines Tampons, eines Fingers oder beim Geschlechtsverkehr schmerzhaft oder überhaupt nicht möglich ist.
Betroffene erleben dabei nicht selten einen Kreislauf aus Anspannung, Angst vor Schmerzen und erneuter Muskelverkrampfung.
Man unterscheidet zwischen primärem und sekundärem Vaginismus. Beim primären Vaginismus war eine vaginale Penetration bisher nicht möglich. Ein sekundärer Vaginismus kann dagegen erst im Laufe des Lebens entstehen, beispielsweise nach schmerzhaften oder traumatischen Erlebnissen, einer Geburt oder einem Eingriff im Intimbereich. Für beide Formen gibt es Behandlungsmöglichkeiten; welche sinnvoll sind, hängt von den Ursachen und Beschwerden ab.
Bei Ästhetik in München bieten wir im Rahmen unserer Spezialisierung auf Intimchirurgie ein Behandlungskonzept an, das die körperliche Entspannung der Muskulatur mit einem anschließenden Dilatationsprogramm (ein Trainingsprogramm bei Vaginismus) verbindet. Bei Bedarf kann zusätzlich eine psychotherapeutische oder sexualtherapeutische Begleitung sinnvoll sein.
Inhaltsverzeichnis
DAUER DER BEHANDLUNG
30 Minuten
NACHSORGE
Dilatation, ggf. Psycho- und/oder Sexualtherapie
AUSFALLZEIT
keine
SPORT
sofort
Anästhesie
mit Betäubung: kurze Vollnarkose
Aufenthalt
nur ambulanter Aufenthalt
Kosten
ab 3.500 EUR
Muskelrelaxans zur Entspannung der Scheidenmuskulatur
Verkrampfte Muskelpartien vorrübergehend entspannen
Dilatation und schrittweisen Gewöhnung
Schrittweise Dehnung zur Gewöhnung an vaginale Penetration
Mögliche psychische Ursachen berücksichtigen
Wann eine begleitende Psycho- oder Sexualtherapie sinnvoll ist
Vaginismus kann belastend sein, muss aber nicht dauerhaft Ihr Leben bei Sexualität oder gynäkologische Untersuchungen bestimmen.
In einem persönlichen Gespräch in München klären wir Ihre Beschwerden und besprechen, welches Behandlungsmöglichkeiten für Sie geeignet sind.
Vaginismus ist keine bewusste Entscheidung. Die Anspannung lässt sich häufig nicht allein durch die Aufforderung „Entspannen Sie sich“ lösen. Die Muskulatur kann automatisch auf die erwartete oder tatsächliche Penetration reagieren.
Eine Behandlung setzt deshalb auf mehreren Ebenen an: Die muskuläre Entspannung schafft zunächst bessere Voraussetzungen für schmerzfreie Übungen. Das anschließende Dilatationsprogramm dient der schrittweisen Gewöhnung. Bei psychischen oder partnerschaftlichen Belastungen kann eine therapeutische Begleitung ergänzend unterstützen.
Die Vaginismus-Therapie wird individuell auf Ihre Beschwerden und Ihre persönliche Situation abgestimmt. Der Ablauf umfasst in der Regel folgende Schritte:
Botulinumtoxin wird oft zur Faltenbehandlungen in der Gesichtsästhetik eingesetzt. Aber auch bei Vaginismus kann der Wirkstoff die verkrampfte Beckenboden- und Vaginalmuskulatur gezielt entspannen, in dem er in die betroffenen Muskelbereiche injiziert wird.
Ziele der Behandlung von Vaginismus mit Botulinumtoxin:
Die Dilatation ist ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungskonzepts. Dabei werden medizinische Dehnungsstäben (sogenannte Dilatatoren) zuhause über einen bestimmten Zeitraum in die Vagina eingesetzt.
Das Muskelrelaxans wirkt entspannend auf die Muskulatur, während die Dilatatoren die schrittweise Gewöhnung an die vaginale Penetration unterstützen.
Nach dem vorliegenden Behandlungskonzept ist die Anwendung zunächst intensiver und wird im weiteren Verlauf reduziert:
Der konkrete Umfang sollte an den individuellen Fortschritt angepasst werden.
Bei einigen Patientinnen spielen neben der körperlichen Muskelanspannung auch Ängste, negative Erfahrungen oder andere psychische Faktoren eine Rolle. Eine begleitende Psychotherapie oder Sexualtherapie kann helfen, diese Aspekte zu bearbeiten.
Für eine solche Behandlung arbeitet die Klinik mit der Paar- und Sexualtherapeutin, Frau Dr. Beatrice Wagner zusammen.
Typisch ist eine unwillkürliche Verkrampfung der Vaginal- und Beckenbodenmuskulatur, sobald eine Penetration versucht wird. Betroffene beschreiben das Gefühl teilweise so, als würde beim Eindringen „eine Wand“, teils bereits an der Vulva (am äußeren Teil der Scheide) hochgezogen werden.
Bei Vaginismus steht die unkontrollierte Muskelanspannung bei oder in Erwartung einer Penetration im Vordergrund. Bei Vulvodynie können dagegen auch unabhängig von sexueller Aktivität Schmerzen im Bereich der Vulva auftreten.
Das Behandlungskonzept kann sowohl bei primärem als auch bei sekundärem Vaginismus eingesetzt werden. Entscheidend sind die individuelle Ursache, der Befund und die persönliche Situation. Sekundärer Vaginismus kann eine Traumafolge sein und ist als solcher psychotherapeutisch behandelbar. Die Maßnahmen zur Beckenbodentherapie durch Dilatation und Muskelrelaxans können dennoch ebenfalls infrage kommen.
Ja, die Dilatation als Mittel zur Gewöhnung an die Ausdehnung des Vaginalbereichs ist ein wichtiger Bestandteil des Behandlungskonzepts. Der Muskelentspannung kann die anschließende schrittweise Gewöhnung folgen.
Die Übungen werden schrittweise aufgebaut. Treten deutliche Schmerzen auf, sollte die Anwendung nicht erzwungen, sondern mit dem Behandlungsteam besprochen und angepasst werden. Ob Hilfsmittel wie ein geeignetes Gleitmittel sinnvoll sind, wird individuell erklärt.
Ja, eine Partnerschaft ist keine Voraussetzung für die Behandlung. Das Dilatationsprogramm kann unabhängig davon durchgeführt werden und ermöglicht eine schrittweise Gewöhnung ohne Zeitdruck.
Die Wirkung des Muskelrelaxans Botulinumtoxin ist vorübergehend. Nach den vorliegenden Informationen beträgt die Wirkungsdauer etwa 4–6 Monate. Ziel des anschließenden Dilatationsprogramms ist es, die neu erlernte schmerzärmere Reaktion langfristig zu unterstützen.
Das Dilatationsprogramm wird zunächst weitergeführt und entsprechend dem individuellen Fortschritt angepasst. In Ausnahmefällen kann eine erneute Behandlung erwogen werden.
Nach den vorliegenden Angaben besteht keine reguläre Ausfallzeit und Sport ist grundsätzlich sofort wieder möglich. Der individuelle Verlauf sollte dabei berücksichtigt werden.
Nach den vorliegenden Informationen sind keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit bekannt. Da für eine Anwendung in der Schwangerschaft nur begrenzte Daten vorliegen, sollte eine Schwangerschaft nach der Behandlung individuell mit dem behandelnden Arzt besprochen und geplant werden.
Auswärtige Patientinnen reisen nach dem vorliegenden Konzept in der Regel am Vortag an. Die Aufklärung erfolgt am Anreisetag, die Behandlung am Folgetag in der Klinik. Insgesamt sollte dafür ein kurzer Aufenthalt in München eingeplant werden.
Die Kosten der Vaginismus-Therapie beginnen in München ab 3500 Euro.
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