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Klinik mednord
Dr. Pfützenreuter


Klinik und Tagesklinik
für gynäkologische Chirurgie und Pränataldiagnostik

Dr. med. Pfützenreuter (MIC III)
Dr. med. Kurz (MIC II)

Belegklinik
für Neurochirurgie,
Chirurgie, plastisch- ästhetische Chirurgie,
und Orthopädie

DIN EN ISO 9001 zertifiziert
 

Angepasst an die natürliche Form der Brust verwenden wir
Implantate in unterschiedlichen Formen und Größen. Das
Implantat wird entweder vor oder unter den Brustmuskel gelegt,
je nachdem wo es medizinisch sinnvoller ist. Eine ausführliche
Typberatung gewährleistet dabei ein möglichst natürliches Ergebnis.
Bestandteil der Behandlung ist die gemeinsame Erstellung eines Nachbehandlungskonzepts zur Narbenvermeidung.
  1. Vor der Operation
  2. Ausgangsbefunde
  3. Zugangswege
  4. Implantattypen
  5. Nach der Operation
  6. Sicherheit von Silikon
  7. Mögliche Komplikationen
  8. Kontrolluntersuchungen
 
 
1. Vor der Operation

Bei der Augmentation der Brust handelt es sich um einen freiwilligen Eingriff, zu dem Sie sich ganz bewusst entscheiden. Umso wichtiger ist es für Sie, sich vorab in der Entscheidungsphase gründlich zu informieren. Die Entscheidung für oder gegen die Operation ist aber immer Ihre alleinige und ganz persönliche Entscheidung!

Denken Sie daran, dass es sich um einen chirurgischen Eingriff handelt, bei dem Ihnen selbst der beste Operateur kein 100-prozentiges Gelingen garantieren wird. Trotzdem ist der Eingriff relativ unkompliziert, es bestehen aber natürlich die ganz normalen Operationsrisiken, wie z.B. Narkoserisiko und Infektionen. Das ästhetische Ergebnis kann durch spezifische Komplikationen wie die Kapselfibrose beeinträchtigt werden.

Beim Beratungsgespräch sollten Sie sich nicht scheuen, uns nach unseren Erfahrungen zu befragen. Wir stehen Ihnen ohne Zögern Rede und Antwort und zeigen Ihnen gerne Bilder von früheren Patientinnen.
Unser Tipp: Notieren Sie sich vor dem Gespräch alle Ihre offenen Fragen.

Zu einer gründlichen Voruntersuchung gehört unter anderem die Frage nach bestehenden Allergien, chronischen Erkrankungen, der Einnahme gerinnungshemmender Medikamente, der Neigung zu verstärkter Narbenbildung usw. Bei Frauen über 35 wird heute vor einer Brustvergrößerung häufig eine Mammographie durchgeführt, um das Vorhandensein eines Tumors auszuschließen.

Die Operation selbst dauert ungefähr 1 bis 2 Stunden. Die Operationstechnik wird zum einen vom Ausgangsbefund und zum anderen von Ihren individuellen Wünschen bestimmt.

2. Ausgangsbefunde

Zu den typischen Ausgangsbefunden gehören:

  • anlagebedingt kleine Brüste (Mammahypoplasie)
  • abnorm kleine, kaum entwickelte Brüste (Juvenile Mikromastie)
  • normal große Brüste, die mehr Volumen bekommen sollen
  • zu kleine Brüste nach deutlicher Gewichtsabnahme
  • altersbedingt hängende Brüste (Ptosis)
  • schlauchförmige Brüste (tubuläre Brust)
  • unterschiedlich große Brüste (Asymmetrie)
  • die anlagebedingte, einseitige Unterentwicklung einer Brust (z. B. Poland Syndrom)
Symmetrische Brüste und eine möglichst unsichtbare Narbe sind die Wünsche, die bei allen Frauen gleich sind, die sich zu zu einer Brustvergrößerung entschlossenen haben.
Unterschiedliche Vorstellungen ergeben sich hingegen bezüglich der Form und Größe der "neuen" Brust. Während ein großer Teil der Patientinnen eine eher moderate Vergrößerung mit weiterhin natürlicher Form anstrebt, wünschen sich andere ein ausgeprägtes Dekolleté oder eine stark vergrößerte Brust.

3. Zugangswege

Prinizipiell stehen für alle Augmentationen folgende Hauptzugänge zur Verfügung:

Der trans- oder periareoläre Zugang hat den Vorteil einer sehr unauffälligen Narbe, birgt aber das Risiko, die Stillfähigkeit verlieren und Sensibilitätsstörungen verursachen zu können.

Die axilläre Inzision ist geeignet für Frauen, die die Narben nicht in Brustnähe haben wollen. Jedoch limitiert dieser Zugang die Implantatgröße und schränkt die Formauswahl ein, da sich anatomische Implantate schwerer positionieren lassen.

Der submammäre Zugang in der Brustfalte gewährleistet eine gute Übersicht über das Operationsfeld, ist geeignet auch für große Implantatgrößen und für alle Formen und ist deshalb der am häufigsten gewählte Zugang.

 
Nach der Inzision wird Ihr Arzt eine Tasche für die Platzierung des Implantats präparieren, d.h. er schafft einen Raum, in dem das Implantat liegen wird und der dessen Größe angepasst sein muss. Diese Tasche kann entweder über (subglandulär) oder unter dem großen Brustmuskel liegen (submuskulär). Auch hier hat jede Variante Vor- und Nachteile, die wir Ihnen gerne erläutern.
subglandulär submuskulär  

Bei stark hängenden Brüsten kann zusätzlich zur Einlage eines Implantats eine Straffung der Brust nötig sein. Durch die Entfernung von Haut und die eventuelle Neuplatzierung der Brustwarzen entstehen dabei längere Narben als bei einer reinen Vergrößerung. Sehen Sie hierzu auch unter dem Thema Brustreduktion nach.

4. Implantattypen

Silikon - eine ganz natürliche Entscheidung
Silikon-Implantate der neuen Generation sind absolut unbedenklich und ähneln der natürlichen Gewebestruktur desMenschen. In unserer Klinik verwenden wir nur qualitativ hervorragende Gel-Implantate von international führenden Herstellern, die mit einem EU-Gütesiegel versehen sind.
Silikon-Implantat
"Runde Form"
Silikon-Implantat
"Tropfenform"
 

Die früher verfügbaren Hydrogelimplantate sind jetzt nicht mehr verfügbar, da es keine ausreichenden Untersuchungen über ihr Langzeitverhalten und eventuelle Wechselwirkungen zwischen Hülle und Füllung gab. Bei sojaölgefüllten Implantaten zeigte sich, dass die Füllung nicht stabil war und nach gewisser Zeit umgebaut wurde. Bei diesem Umbau werden Stoffe gebildet, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Silikongelgefüllte Implantate sind in Deutschland und Europa der meistverwendete Implantattyp sowohl für die Augmentation als auch die Rekonstruktion. Stand der Technik ist das Implantat mit hochquerver-netzter Silikongelfüllung , bei dem einerseits das Silikongel durch die Quervernetzung seine anatomische Form behält, und andererseits durch eine sogenannte „Memory“-Funktion bei Verformung wieder in die ursprüngliche Form zurückkehrt.

Die so ausgestatteten Implantate laufen selbst bei einer Verletzung der Hülle nicht aus und sind sogar schnittfest.
Oberflächen stehen in glatt, texturiert oder MikroPolyurethanSchaum (MPS)-beschichtet zur Verfügung. Der Hintergrund, Oberflächen zu modifizieren, liegt in der Antwort des Körpers auf Fremdkörper.
Als ganz natürliche Reaktion bildet der menschliche Organismus um jeden grösseren Fremdkörper eine Bindegewebskapsel. Im weiteren Verlauf dieser Reaktion kann sich diese Kapsel zusammenziehen (kontrahieren), so dass eine Verformung des Implantats und u.U. eine schmerzhafte Verhärtung resultieren. Dies wird Kapselfibrose genannt.

Die Neigung der Bindegewebskapsel zu kontrahieren, wird wesentlich durch die Orientierung der Gewebsfasern, aus denen sie besteht, beeinflußt. Je regelmäßiger die Fasern angeordnet sind, um so größer ist das Risiko für eine Kapselfibrose. Um die Bildung einer Kapsel mit regelmäßig angeordneten Fasern um das Implantat zu vermeiden, wird die Oberfläche durch Texturierung der Hülle modifiziert. Hierdurch werden die Fasern der Kapsel in ihrer Orientierung gestört und können sich nicht linear an das Implantat anlagern. Dadurch können sich die Fasern nicht oder nur schlecht zusammenziehen.
Fibroseraten von über 50 % können so auf unter 3 % gesenkt werden.

5. Nach der Operation

Zur Vermeidung von Hämatomen oder Seromen ist es wichtig, auf den operierten Bereich Kompression auszuüben. Dies gelingt am besten durch das Tragen von Kompressionsbustiers.
Nur sie verhindern durch ihr enges Anliegen und den Druck, den sie auf das Gewebe ausüben, dass sich zwischen Implantat und Gewebe Lymphe oder Blut ablagern kann. Dies kann ansonsten zu Narbenbildung, einer erhöhten Kapselfibroserate und schlechter Einheilung der Implantate führen.
Aus dem gleichen Grund verbleiben die Wunddrainagen nach der Operation noch für einige Zeit, so dass überschüssiges Serum und Blut abfliessen können und der Heilungsprozess beschleunigt wird.
Ihr behandelnder Arzt verabredet mit Ihnen die Termine zur Nachuntersuchung und bespricht alle relevanten Themen. Zögern Sie nicht, alle Fragen zu stellen, die Ihnen einfallen.

6. Sicherheit von Silikon

Was ist Silikon?
In der Medizin wird Silikon in einer Vielzahl von Produkten verarbeitet: z. B. Sonden, Katheter, Beschichtung von Punktionsnadeln und Herzschrittmachern, Handschuhe und Wundauflagen. In der Weichteilchirurgie werden Implantate zur Körperkonturkorrektur verwendet.
Das erste Verfahren zur Herstellung von Silikonpolymeren wurde 1958 patentiert.
In der Sprache der Chemiker ist Silikon ein Polydimethylsiloxan, das als Silikonelastomer, Silikongel und als Silikonöl hergestellt wird.
In Silikonen sind Sauerstoff und Silizium in der gleichen Weise miteinander verknüpft wie bei Steinen und Glas. Zusätzlich sind Methylgruppen an die Siliziumatome gebunden. Außer pyrogener Kieselsäure - (amorphes Silica) - als stabilitätserhöhendes Füllmaterial enthält Silikon keine weiteren Zusätze, insbesondere keine Weichmacher. Somit steht ein stabiles, chemisch sauber definiertes Implantationsmaterial zur Verfügung.

Wie lange hält ein Implantat?
Für ein einzelnes Implantat lässt sich diese Frage nicht beantworten, da jeder Organismus individuell auf einen Fremdkörper reagiert. Grundsätzlich können nur statistische Daten aus medizinischen Studien gewonnen werden. Die verlässlichsten Daten stammen dabei aus Studien, bei denen Implantate untersucht wurden, die aus verschiedensten Gründen wieder explantiert wurden. Diese Untersuchungen ergaben eine duchschnittliche Haltbarkeit von mehr als 10 Jahren. Die kontinuierliche Verbesserung der Implantate lässt eine verlängerte Haltbarkeit der modernen Implantate erwarten. Dennoch sollten sich besonders jüngere Frauen bewusst sein, dass bei jedem Implantattyp und jeder Implantatmarke die Notwendigkeit eines Implantataustauschs möglich ist. Halbjährlich bis jährlich sollte das Implantat von Ihrem behandelnden Arzt kontrolliert werden.

Implantatpaß und Dokumentation
Nach Einlage der Implantate erhalten Sie von Ihrem Arzt einen Implantatpaß. Diesen sollten Sie stets bei sich führen, damit jederzeit Implantattyp und -größe feststellbar sind. Bitte weisen Sie Ihre behandelnden Ärzte zu Ihrer eigenen Sicherheit auf Ihre Implantate hin.

Werden Tests zur Sicherheit der Implantate durchgeführt?
Ja. Seit vielen Jahren wird die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Implantate konstant belegt. Das Sicherheitsprofil beruht auf der Erfahrung aus 35 Jahren.
Europaweit sind durch die Medizinprodukterichtlinie und Normen klare Anforderungen an diese Produkte festgelegt. Werkstoffe, Produktentwicklung, Herstellung, Sterilisation und Verpackung unterliegen strikten Regelungen.

7. Mögliche Komplikationen

Beeinflussen Brustimplantate die Brustkrebshäufigkeit?
In großen Studien wurde festgestellt, daß Implantatträgerinnen nicht häufiger als Frauen ohne Implantate an Brustkrebs erkranken.
Ein Brustimplantat hat keinen Einfluß auf die Entstehung von Brustkrebs. Weder beim Menschen noch im Tierversuch wurde aufgrund von glattwandigen, texturierten oder MikroPolyurethanSchaum (MPS)-beschichteten Implantaten Krebs beobachtet. In der Wissenschaft werden jedoch theoretische Risiken diskutiert.

Besteht durch Implantate ein größeres Risiko für Autoimmunerkrankungen?
Nein! Bis heute ist kein Zusammenhang zwischen silikongelgefüllten Implantaten und Autoimmunerkrankungen nachgewiesen.

Kann Silikongel durch die Implantathülle gelangen?
Im Gegensatz zu früheren Implantatgenerationen sind aufgrund der verbesserten Implantathüllen und einer veränderten Gelkonsistenz nur noch geringste Spuren des Gels innerhalb der Bindegewebskapsel um das Implantat auffindbar.

8. Kontrolluntersuchungen

Der Sie behandelnde und langfristig betreuende Arzt der Klinik mednord wird mit Ihnen die Kontrollintervalle festlegen.

Wir empfehlen nach Augmentation Nachfolgeuntersuchungen nach 1 Monat, dann nach 3, 6 und 12 Monaten, anschließend halbjährlich bis jährlich.

Krebsvorsorge mit Implantaten ist möglich. Mit einer speziellen Technik, der Eklund-Technik, wird die Mammographie bei Brustimplantatträgerinnen durchgeführt. Moderne bildgebende Verfahren - Sonographie, Kernspintomographie oder Computertomographie - unterstützen das rechtzeitige Auffinden einer Geschwulst.

Telefon: (089) 375 075-0     info@klinik-mednord.de     Heidemannstraße 5b     80939 München